Monday 06th of September 2010

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Volleyball-Internat Frankfurt: Zum nächsten Spitzenteam & Vorstellung Martin Krüger PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Thilo von Hagen   
Donnerstag, den 10. Dezember 2009 um 12:48 Uhr

Ein letztes Mal in 2009 müssen die Spieler des Volleyball-Internats Frankfurt (VIF) ran, am 12. Dezember treten sie in Mainz (20.00 Uhr) an. Dort erwartet sie mit der TSG Bretzenheim ein absolutes Top-Team der Liga. Bretzenheim ist punktgleich mit Tabellenführer Waldgirmes und kassierte im bisherigen Saisonverlauf erst eine Niederlage.

 

 

 

Damit sind die Vorzeichen klar, alles andere als eine Niederlage des neuntplatzierten VIF wäre eine Sensation. Das beweist auch das Hinspielergebnis von 0:3, allerdings schlug sich das VIF damals durchaus wacker und erzielte in zwei Sätzen jeweils 22 Punkte. Nach der herben Niederlage gegen Speyer hofft Trainer Stewart Bernard auf eine Leistungssteigerung und meint zur Partie: „Bretzenheim ist eine gute und erfahrene Mannschaft. Wir haben im Hinspiel ordentlich gespielt. Ich denke, wir müssen uns gut vorbereiten und gut spielen, wenn wir eine Chance haben. Dazu werde ich den Jungs das Video vom Hinspiel vorbereiten. Es wird wichtig sein, im K1 (Angriffsaufbau aus der Annahme, Anm. d. Red.) mitzuhalten, das ist noch unser größtes Problem.“

 

Zuspieler Martin Krüger freut sich auf das Spiel, aber auch auf das Danach: „Einmal noch Gas geben, dann freuen wir uns auf die Ferien (bis zum 6. Januar Heimaturlaub, Anm. d. Red.). Wir hätten das Hinspiel gewinnen können, wenn uns nicht immer diese leichten Eigenfehler unterlaufen würden. Ob das nun im Aufschlag oder Angriff ist oder einer in der Abwehr pennt.“

 

 

Neu im Internat: Martin Krüger

 

In der Saison 2009/10 sind gleich acht neue Spieler beim Volleyball-Internat Frankfurt am Start. Jeder dieser Neuen wird vorgestellt, dieses Mal ist Martin Krüger an der Reihe.

 

Martin Krüger ist ein besonderer Spieler im Volleyball-Internat Frankfurt, denn er besitzt einige Alleinstellungsmerkmale im aktuellen Kader. Krüger ist der körperlich Kleinste (1,84 Meter), dürfte trotz seiner erst 16 Jahre (zweitjüngster Internatler) derjenige mit der meisten Volleyball-Erfahrung sein (spielt seit neun (!) Jahren) und ist der einzige Akteur aus den neuen Bundesländern (wenn man das nach 20 Jahren Wiedervereinigung überhaupt noch sagen kann). Auf jeden Fall nennen ihn seine Mitspieler liebevoll „Ossi“, Trainer Stewart Bernard auch mal „Hobbit“.

 

Der junge Zuspieler kam über seine Familie, konkreter: seine Mutter, zum Volleyballsport, nachdem er sich vorher im Tennis und der Leichtathletik versucht hatte. „Nachdem ich bereits im Urlaub mit meinen Eltern gebeacht hatte, hat es in der Halle von Anfang an gut funktioniert und Spaß gemacht“, so Krüger zu seinen Anfängen. Sein Vater und sein älterer Bruder, beide ehemals in der Regionalliga aktiv, spielen auch heute noch Volleyball – gegeneinander in der Landesliga in Sachsen-Anhalt…

 

Der 16-Jährige ist angetan von seiner bisherigen Zeit beim Volleyball-Internat Frankfurt, vor allem von Trainer Stewart Bernard hält er viel: „Man merkt genau, dass er weiß, was er macht. Er ist immer voll dabei. In den vier Monaten, in denen ich hier bin, habe ich mich schon deutlich verbessert und mehr gelernt als zuvor.“ Doch natürlich muss er weiter lernen, da ist Krüger sehr selbstkritisch. Vor allem sein Schnelligkeitsdefizit gilt es zu beheben: „Verbessern muss ich mich absolut in der Abwehr, da bin ich teilweise zu langsam oder übernehme nicht die Verantwortung. Beim Zuspiel stehe ich ab und zu nicht gut genug zum Ball, ich muss mich schneller bewegen, und die Pässe müssen stabiler werden.“

 

Wie seine Mitspieler hat auch der junge Zuspieler das Ziel, irgendwann mal „oben“ anzukommen und in der Bundesliga zu spielen. Doch vorher steht noch jede Menge Arbeit bevor, zunächst in der Saison 2009/10 in der Regionalliga. Die sieht Krüger bislang mit gemischten Gefühlen: „Was wir zuletzt gespielt haben, ist nicht das, was wir können. Ich glaube aber auch, dass es für den Anfang ganz okay ist, weil wir eben in dieser Zusammensetzung das erste Mal zusammen spielen.“ Dabei hilft Krüger seiner Mannschaft viel, sieht er sich selbst „als Teamspieler, der das Spiel lesen und sich auf Sachen konzentrieren kann.“

 

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