| Volleyball-Internat Frankfurt: Fünfter Sieg soll her & Vorstellung Tarek Auel |
|
|
|
| Geschrieben von: Thilo von Hagen |
| Freitag, den 26. Februar 2010 um 13:05 Uhr |
|
Neunter und damit Drittletzter in der Regionalliga Südwest ist das Volleyball-Internat Frankfurt (VIF) vier Spieltage vor Saisonende. Um diesen Rang zu halten, müssen wohl noch zwei Siege her. Warum lange warten und nicht am Wochenende anfangen, wenn die Frankfurter beim TV Bommersheim (27. Februar um 20.00 Uhr) gastieren.
Das Hinspiel ging Anfang Dezember knapp 1:3 verloren, alle Sätze waren relativ eng. So soll es nach Willen der Frankfurter wieder laufen, nur mit umgekehrtem Ausgang: „Auch wenn uns einige Spieler fehlen, können wir gewinnen. Wir dürfen keine leichten Fehler machen, dann sollte ein Sieg drin sein“, so Tarek Auel selbstbewusst. Trainer Stewart Bernard stehen abermals nur acht Akteure zur Verfügung, da neben Christian Carter und Mirko Schneider auch Edgars Witt nicht einsatzfähig ist. Witt zog sich am vergangenen Wochenende einen Bänderriss zu.
Die Bommersheimer spielen eine grundsolide Saison und sind als Sechster mit 16:18-Punkten im gesicherten Mittelfeld. Nach oben ist maximal noch Platz fünf möglich, nach unten droht keine Gefahr. Am vergangenen Spieltag zeigten die Bommersheimer ihre Gefährlichkeit, als sie den Tabellenzweiten Bretzenheim in den fünften Satz zwangen, dort jedoch unterlagen.
Die Internatler gehen motiviert in die Partie, der letzte Sieg liegt knapp einen Monat zurück. Zudem wollen sie Trainer Bernard zeigen, wie sie sich in den letzten Trainingswochen verbessert haben und eine Empfehlung für den Sommer in der Jugend-Nationalmannschaft abgeben. Auel blickt auf jeden Fall schon mal in die nähere und weitere Zukunft: „Von den letzten Spielen wollen wir noch ein paar gewinnen, und im nächsten Jahr wollen wir weit oben mitspielen.
Neu im Internat: Tarek Auel
In der Saison 2009/10 sind gleich acht neue Spieler beim Volleyball-Internat Frankfurt am Start. Jeder dieser Neuen wird vorgestellt, dieses Mal ist Tarek Auel an der Reihe.
Bei Oma Heidi im Hof fing es an: Tarek Auel musste als Sparringspartner für den drei Jahre älteren Bruder Jonas her halten und spielte sich mit ihm die Bälle über eine Wäscheleine zu. Mittlerweile hat der Bruder aufgehört mit dem Volleyball – Tarek richtig angefangen: Denn der 16-jährige Münsteraner will hoch hinaus, „später will ich auf jeden Fall 1. Bundesliga spielen.“
Deswegen machte der 1,96 Meter große Universalspieler den Schritt gen Frankfurt, wo er mit Gleichgesinnten an seiner Volleyballkarriere feilt. Bislang sind seine Eltern und er begeistert: „Meine Eltern finden es gut, das ich das mache und stehen voll dahinter. Ich finde es auch sehr gut, und würde es wieder machen. Es war der richtige Schritt. Ich merke, dass ich mich verbessert habe durch das intensive Training und das höhere Niveau.“ Dafür zuständig ist Trainer Stewart Bernard, der auch von Auel die Höchstnoten erhält: „Seine Ansprüche sind hoch. Aber mit dem, was er sagt, hat er Recht: sportlich und auch sozial bezogen.“
Um später ganz oben anklopfen zu können, muss sich Auel nach eigener Einschätzung vor allem im Block steigern. „Da bin ich noch zu langsam“, merkt er selbstkritisch an. Vielleicht ist dies dem Umstand geschuldet, dass Auel als Mittelblocker gesichtet wurde und nun überwiegend auf der Außenposition eingesetzt wird, Stewart Bernard ist optimistisch, was Auel angeht: „Tarek hat einen guten Fortschritt gemacht. Er kam als Mittelblocker, jetzt ist er ein stabiler Akteur auf der Außenposition. Er nimmt als Spieler und Person eine wichtige Rolle in der Mannschaft ein.“
Es läuft bei Auel, sportlich, schulisch („ich habe keine Probleme“) und auch mit den Mitspielern: „Das ist eine coole Truppe, es macht Spaß mit allen zusammen. Es gibt keinen, von dem man sagt, der geht gar nicht.“ Zuletzt ging jedoch sportlich nichts bei Auel, denn am 10. Februar verlor er seine Weißheit(szähne). Am 24. Februar trainierte er erstmals wieder und ist somit gegen Bommersheim wieder dabei. Dann will er munter wieder auf die Bälle schlagen, zumal er auch im Sommer mit der Nationalmannschaft aktiv sein will. „Ich bin im erweiterten Kader, möchte aber in den 12-er Kader, um auch beim Acht-Nationen-Turnier dabei zu sein.“
Dies wäre auch im Sinne von Oma Heidi, die sicherlich nicht gedacht hätte, dass die Spielerei im Hof zu einer hoffnungsvollen Karriere führt. |



