Das Volleyball-Internat Frankfurt trauert um seinen Initiator und Gründer Roland Mader
  17.09.2018

Das Volleyball-Internat Frankfurt trauert um Initiator und Gründer Roland Mader, der am 27. August 2018 verstorben ist. Der Deutsche Volleyballsport verdankt seinem verstorbenen Ehrenpräsidenten und Präsidenten von 1979 bis 1990 Roland Mader unendlich viel. Er war ein politischer Präsident, der viele neue Ideen hatte, um den Volleyball in der damaligen Bundesrepublik in den 80er-Jahren international wettbewerbsfähig zu machen. Er war ein begnadeter ‚Netzwerker‘, der mit großem Erfolg seine Gegenüber sympathisch, eloquent und visionär drängend anging.

Zwei seiner bedeutsamen Projekte seien beispielhaft angeführt: die Zusammenfassung möglichst vieler Spielerinnen der damaligen Frauen Nationalmannschaft in einem Verein , der in der 1. Bundesliga mitspielt, dies unter der sportlichen Leitung des Bundestrainers der Frauen-Nationalmannschaft, realisiert in Lohhof, und Zusammenfassung der Junioren-Nationalspieler in den 3 letzten Schuljahren vor dem Abitur in einem Verein, der mit einem Sonderspielrecht in den höchsten Ligen mitspielt, unter der sportlichen Leitung des Junioren-Bundestrainers, dies zur Erreichung eines internationalen Topniveaus unter gleichzeitiger Ablegung eines guten Abiturs, verwirklicht im Sommer 1983 mit dem damaligen Volleyball Internat Hoechst - VIH, dem heutigen Volleyball Internat Frankfurt – VIF.

 

Eine der wesentlichen Rahmenbedingungen für die Umsetzung dieser Projekte war eine steuerlich günstige Vermarktung des Volleyballsports, um die laufenden Kosten tragen zu können. Roland Mader begann gegen erhebliche Widerstände im DVV bereits 1980 mit den Vorarbeiten dazu. Er ließ sich nicht beirren und schaffte mit sachkundigen engagierten Helfern drei Klippen:

1. Die Errichtung der Stiftung Deutscher Volleyball (SDV) in 1981.

2. Die Gründung der SDV GmbH, einer 100-prozentigen Tochter der SDV, gleichfalls 1981.

3. Die Ausstattung der SDV mit dem nötigen Stiftungskapital von 75.000 DM.

 

Schon in den Anfangsjahren konnte Roland Mader für den Volleyballsport erhebliche Mittel einwerben. Die SDV GmbH und die SDV arbeiteten von Anfang an auf Hochtouren.

 

Damit waren wichtige Voraussetzungen geschaffen, um solche Projekte wie das Volleyball Internat Hoechst „anzugehen“. Entscheidender weiterer Schritt war, dass Roland Mader mit seiner ihm eigenen Überzeugungskraft in 1982 den damaligen Arbeitsdirektor des Hoechst Konzerns davon begeistern konnte, für die Errichtung und den Betrieb des Volleyball Internats Hoechst die nötigen Räumlichkeiten für die Unterbringung sowie die Kosten für die Verpflegung und die Betreuung der jungen Volleyballer bereitzustellen bzw. zu übernehmen. Dies bedeutete eine wesentliche finanzielle Entlastung des Fördervereins-VIH, die letztlich den Eltern der jungen Spieler durch einen geringeren monatlichen Beitrag zu Gute kam. Ohne diese anfänglichen großzügigen Hilfen des Hoechst-Konzerns, die Roland Mader „initiiert“ hatte, hätte es dieses Projekt mit dem Start zum Schuljahres Beginn im Herbst 1983 nicht gegeben, und damit auch nicht das über die nunmehr 35 Jahre Jahre so erfolgreiche Volleyball Internat Hoechst, seit  dem „Ausstieg“ der Hoechst AG in 1993 dem Volleyball-Internat Frankfurt – VIF, das so viele bedeutende, bekannte Nationalspieler hervorgebracht hat.

 

Der Volleyballsport hat mit Roland Mader eine bedeutende Persönlichkeit verloren. Wir als Volleyball-Internat Frankfurt werden ihm stets ein anerkennendes und ehrendes Andenken bewahren.


Partner des VIF

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