Fehlende Spieler und zu viele Fehler führen zu Niederlagen 
  07.02.2022

Eine der Ursachen, dass die Volleyball Juniors Frankfurt am Wochenende ohne Punktgewinn geblieben waren, lag auch daran, dass beide Teams parallel auf dem Feld gestanden haben. Dadurch war ein sonst üblicher Doppeleinsatz einiger Spieler nicht möglich, was angesichts des verkleinerten Kaders eine noch gravierendere Rolle gespielt hatte.

"Der verletzte Diagonalspieler Felix Hemmer ist ebensowenig gleichwertig ersetzbar wie Libero Leo Bernsmann, der für die United Volleys in der Bundesliga beim Meister Berlin eingesetzt wurde.  Dass er dort das ganze Spiel erfolgreich bestritt, ist für mich die schönste Nachricht. Solche Erfolge in der Ausbildung sind wichtiger als Punkte", bekräftigte Trainer Dominic von Känel, der in dem mit 0:3 (19:25, 19:25, 12:25) verlorenen Drittligaspiel beim TSV Stuttgart als Libero Moritz Selle aufgestellt hat.  "Stuttgart war in der laufenden Saison vielleicht unser bester Widersacher. Die Mannschaft stellt einen überragenden Block und schlägt gut auf. Vor allem im dritten Satz hatten wir in der Annahme große Probleme", so der Coach, der mit der Leistung in den beiden ersten Durchgängen bis auf drei, vier Fehler zufrieden war, während er den dritten Durchgang schlichtweg als katastrophal bezeichnete. Die Abwehr sei phasenweise gut gewesen, Zuspieler Philipp Hornung stellte variabel, doch die Angreifer wussten daraus kein Kapital zu schlagen. "Es gelang ihnen ganz selten, wirkungsvolle Lösungen zu finden." Für das Zusammenspiel sei sicher nicht förderlich, dass neben Leo Bernsmann auch Mittelblocker Maximilian König sowie Außenangreifer Erik Brand in der Woche vor dem Spiel nicht bei den Volleyball Juniors sondern bei den United Volleys trainiert hatten. "Was ich natürlich hinsichtlich ihrer Entwicklung super finde", betont von Känel.

Das Regionalliga-Team rechnete sich bei der abstiegsbedrohten Eintracht Frankfurt schon einen Punktgewinn aus. Das Pech war: Die Adlerträger traten zum ersten Mal mit dem fast ein Jahr pausierenden Mark Miehm als Steller an, wodurch der zuvor zuspielende Eintracht-Kapitän Sven Panz frei für den Diagonalangriff war. "Ihn konnten wir nie blocken. Seine Punkte haben den Unterschied gemacht", meinte Tanja Kunstmann nach der 1:3 (14:25, 25:19, 16:26, 14:25)-Niederlage. Die Trainerin musste nicht nur auf die nach Stuttgart gereisten Spieler, sondern auch auf Tjark Saß verzichten, der nach der frischen Corona-Impfung nicht einsatzfähig war. Das Team holte in der Abwehr viele Bälle, ließ immer wieder die gute technische Ausbildung durchblicken, machte aber viel zu viele individuelle Fehler. Mit Ausnahme des zweiten Satzes wurden vor allem wieder unzählige Angaben verschlagen. Bester Spieler im VJF-Team war der nach dem ersten Satz gekommene Zuspieler Joshua Krzikalla.

Am kommenden Wochenende absolvieren die Volleyball Juniors Frankfurt gleich drei Heimspiele. Da der Brandschaden in der Carl-von-Weinberg-Schule noch nicht behoben ist, finden die beiden Begegnungen am Samstag in der Wintersporthalle. Um 14 Uhr empfängt die "Zweite" in der Regionalliga Südwest TuS Kriftel II, um 18 Uhr dann das Drittliga-Team das Schlusslicht der Abstiegsrunde, den USC Konstanz. Am Sonntag findet dann das Spiel der 3. Liga Süd gegen den SV Fellbach um 13 Uhr in der Sporthalle des Landessportbunds Hessen statt.


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