Ganz ohne Block geht die Chose nicht
  06.02.2020

Eigentlich war  Dominic von Känel recht optimistisch.

  „Vor dem Spiel in Leipzig haben wir ausführliche Gespräche geführt. Daraufhin präsentierte sich die Mannschaft als Team, die Einstellung war viel besser als vorher. Und dennoch war bei den LE Volleys nichts drin“, sagte der Trainer nach dem schnellen 0:3 (18:25,  18:25, 22:25).

Es ist wie verhext. Spielerisch sind die jungen Frankfurter der Zweitliga-Konkurrenz ebenbürtig. Kapitän Ben Bierwisch zeigte  erst am vergangenen Mittwoch in der Start-Formation des Erstligisten United Volleys Frankfurt bei seiner CEV-Europacup-Premiere gegen Izmir (2:3) eine beherzte Leistung. Simon Torwie zählte 2019 zu den fünf Top-Scorern  der U 19-Weltmeisterschaft, bei der Melf Urban bester Blocker des deutschen Teams war. Auch andere haben schon im Nachwuchsbereich international gespielt. Und dennoch hat das VIF-Team  keines der bisherigen 17 Matches gewonnen.

Was fehlt, ist die Konstanz. Läuft es, können sie mit jedem Widersacher mithalten. Sobald es nicht läuft, die Frankfurter in Rückstand geraten, resignieren sie. Das Problem ist, dass immer etwas anderes nicht funktioniert. Meistens ist es die Annahme, manchmal das Zuspiel, oft der Angriff. In Leipzig versagte ausgerechnet die sonst beste Waffe, der Block. „Wir haben praktisch ganz ohne gespielt. Da hilft es auch nicht, dass die Annahme, insbesondere bei Libero Bodo Dobbertin,  diesmal recht stabil war. Die Angreifer haben aus den Möglichkeiten zu wenig gemacht. Und bei Angriffen nach schlechter Annahme sehr wenig gepunktet. Zudem waren die Angaben nicht druckvoll genug, dazu auch noch mit zu vielen Fehlern behaftet, “, analysierte von Känel.  

Auffallend ist die zuletzt sinkende Punkt-Anzahl von Simon Torwie (in Leipzig gemeinsam mit Bieriwsch Topscorer mit nur 9 Zählern, erzielte nur eine Erfolgs-Angriffsquote von 39 Prozent). „Er ist unser schlagkräftigster Angreifer. Wir müssen mehr über ihn spielen“, gibt Dominic von Känel die Marschrichtung für die nächsten Aufgaben vor. 

Da wartet auf seine Schützlinge ein Mammutprogramm. Am Samstag gastieren sie beim Tabellenzweiten in Karlsruhe. Am Sonntag um 16 Uhr stellt sich in der Goldsteiner Sporthalle der Carl-von-Weinberg-Schule die zweite Mannschaft des Erstligisten Alpen Volleys Haching. Und am darauf folgenden Mittwoch kommt in diese  Halle der örtliche wie tabellarische Nachbar TuS Kriftel. 



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