Guter Start von beiden Teams: Auftaktsieg in der 3. Liga Süd
  27.09.2021

Für die beiden Teams der Volleyball Jugend Frankfurt begann die Saison vielversprechend. Beide haben gleich im ersten Spiel gepunktet, eine beim Umbruch des Kaders und dem Einzug der 15- bis 16-Jährigen absolute Seltenheit. "Ich war von beiden Mannschaften angetan. Die Teams standen als echte Mannschaften da, man merkte, dass alle willig sind und für den Erfolg alles geben", freute sich Cheftrainer Dominic von Känel.

Die Drittliga-Vertretung bezwang in ihrem Eröffnungsspiel den TV Waldgirmes nach zwei Stunden Spieleit 3:2 (25:18, 25:22, 22:25, 19:25, 15:11), das Regionalliga-Team holte gegen den SSC Vellmar für die 2:3 (23:25, 25:21, 21:25, 28:26, 12:15)-Niederlage mindestens einen Punkt.  
Ein Sonderlob verdiente sich Thoralf Schmelzer. Der 17 Jahre junge Außenangreifer stand insgesamt über vier Stunden auf dem Feld, wurde in seinem zweiten Match sogar zum MVP ernannt. "Weil fünf Akteure aus gesundheitlichen Gründen nicht dabei sein konnten, ließ ich notgedrungen fünf Spieler zweimal auflkaufen", erklärte von Känel. Neben Schmelzer spielte bis auf kleine Pausen auch Mittelblocker Maximilian König durch. Eric Brand, Tjark Saß und Keanu Reuss bekamen nach Volleinsatz im Regionalligaspiel im Drittliga-Match noch Kurzeinsätze.
Gegen Waldgirmes starteten die Jungs wie die Feuerwehr. "Die beiden ersten Sätze waren überragend", lobte der Coach. "Da hat alles funktioniert. Die Annahme war beinahe perfekt, was mir besonders gefiel, war das Spiel ohne Ball. Die Jungs sicherten sehr gut ab, waren in der Abwehr sehr beweglich, die Verständigung klappte blind." Dass sich danach eine gewisse Müdigkeit eingestellt hat, die dem immer besser werdenden Gegner den Satzausgleich ermöglichte, sei laut von Känel nicht verwunderlich. "Da haben die Jungs auch nicht schlecht gespielt. Aber die Schwächenphasen von zwei, drei Bällen in Folge waren zu viel." Umso erfreulicher fand es der Trainer, wie sich die Jungs in der entscheidenden Phase wieder konzentriert ans Werk gemacht haben. Von 7:6 zogen sie auf 11:6 davon, ließen den Gegner zwar noch einmal bis auf 9:11 heranzukommen, um dann "beeindruckend den Sack sicher voll zu machen". Umgekehrt kontinuierlich gesteigert hat sich Zuspieler Philipp Hornung, der vor allem im Tiebreak variabel und sehr sicher stellte. "Auch wenn einige Spieler superstarke Momente hatten. Es war ein Mannschaftssieg", betonte Dominic, der trotz vieler Blockpunkte in diesem Element noch die größten Reserven sah.

Die Youngster präsentieren sich frech und selbstbewusst

Bereits am Nachmittag präsentierte sich in der Carl-von-Weinberg-Schule das Regionalligateam. "Sicher machten die Jungs auch viele Fehler, doch das war zu erwarten. Aber insgesamt war ich mit der Leistung  sehr zufrieden. Die Annahme, der Angriff, die Blocksicherung und das Zuspiel waren gut. Wir hatten zwar viele Angaben verschlagen, doch wenn der Ball kam, waren die Aufschläge gefährlich und bereiteten dem Gegner Probleme. Nach fünf Wochen Training war es schon beängstigend gut", lobte Dominic von Känel. Die Statistik unterstrich seine Worte: 56 Prozent der Angriffe führten zum Punktgewinn. Bester Angreifer war Thoralf Schmelzer (21 Punkte/18 von 39 Schmetterbällen führten zu Punkten, was einer Erfolgsquote von 46 % entsprach). 17 Punkte machte Erik Brand (16 von 27/59 %), 15 Mittelblocker Maximilian König (7 von 15/47 %). Die vielen Netzpunkte waren auch eine Folge der starken Annahme sowie des gekonnten Zuspiels von Neo Laumann. In der Annahme erzielten die Jungs mit Ausnahme des zweiten Durchgangs, in dem der Coach Erik Brand annehmen ließ, mit 78 Prozent gut, 60 Prozent perfekt, eine imponierende Bilanz. Auch der Kampfgeist war sehr vielversprechend. Einige Male wurde ein Rückstand von drei Zählern aufgeholt, im vierten Durchgang auch ein Matchball.
Natürlich merkte man dem jungen Team (Altersdurchschnitt 16,2 Jahre) noch die fehlende Erfahrung an. Der mit seinen 40 Jahren sehr erfahrene Zuspieler des SSC Vellmar Timo Breithaupt stellte präzise, aber durchsichtig. Bei guter Annahme kam der schnelle Pass in der Mitte für den überragenden Mika Wiemers, der auf stolze 23 Punkte kam und dabei nur zwei misslungene Attacken verzeichnete. Ansonsten kam der Ball hoch auf die vier, wo Nils Belon und Phil Hotho sehr hoch sprangen. Da hätte es mehr als acht Blockpunkte (5 durch König) geben müssen. 
Wie weit die Jungs schon sind, wird sich im Oktober zeigen. In der 3. Liga treffen die Jungs aus dem Internat u.a. auf den TSV Speyer und TG Rüsselsheim II, die Spieler mit viel Erfahrung in ihren Reihen haben, in der Regionalliga geht es mit der SG Rodheim, SSG Langen und Eintracht Frankfurt gar gegen die routiniertesten Teams der Staffel. 
 


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