Jetlag und fehlende Konstanz kosten den möglichen Erfolg

  15.11.2022
​​​​​​​Nur zwei Tage, nachdem die Spieler aus dem Frankfurter Volleyball-Internat nach einem langen Nachtflug  von der zehntägigen USA-Reise zurückgekehrt waren, mussten sie in den Punktspielen ran. "Es soll keine Ausrede sein. Aber der Jetlag hat schon eine Rolle gespielt. Auf der anderen Seite finde ich es eine gute Übung, am dritten Tag nach der Zeitumstellung anzutreten. Bei den Weltmeisterschaften ist es auch nicht anders. Der Verband hat nicht so viel Geld wie die Fußballer, um die Mannschaften zwecks Aklimatisation früher hinzuschicken. Da müssen sie dann gleich funktionieren", sagte Cheftrainer Dominic von Känel nach den beiden Niederlagen der Volleyball Juniors Frankfurt.

In der 3. Liga unterlag das VJF-Team dem Tabellenzweiten ASV Botnang 1:3 (25:22, 27:29, 20:25, 22:25). "Das war ein Spiel auf Zweitliganiveau. Solche Gegner wünsche ich mir öfters. Da wären wir hinsichtlich der Ausbildung in der 3. Liga bestens aufgehoben", meinte Dominic von Känel, der mit seinem Team teilweise zufrieden war. "Der erste Satz war der beste, den wir in dieser Saison bis datto gespielt hatten. Da sah man viele Elemente, die wir in den USA gelernt hatten. Um gegen einen so starken Widersacher aber zu gewinnen, hätten wir konstanter und am Netz konsequenter agieren müssen. Wir haben den Schmetterball oft nicht zu Boden gebracht, auch die Fehler waren dann ein paar zu viel." Ein Sonderlob verdienten sich der besonders in der Abwehr überragende Libero Leo Bernsmann sowie Zuspieler Neo Laumann.

Der nächste Härtetest folgt schon am kommenden Samstag, wenn um 17.30 Uhr Drittliga-Spitzenreiter TV Bühl in der Sporthalle der Carl-von-Weinberg-Schule gastiert. Auf Reisen geht hingegen die zweite VJF-Vertretung, die ebenfalls am Samstag beim nordhessischen Regionalliga-Zweiten SSC Vellmar antritt.

Aktuell verloren die Junioren das Kellerduell gegen den TV Bliesen 2:3 (25:20, 14:25, 25:19, 22:25, 7:15). "Das Ergebnis ist gerade bei unseren jüngeren Jahrgängen absolut zweitrangig. Man muss auch sehen, dass sich bei diesen noch sehr jungen Spielern sich die Nachwirkungen der Reise vielleicht noch stärker bemerkbar machten. Wir haben phasenweise gut gespielt, aber dann wiederum vier, fünf Fehler in Folge gemacht, vor allem die noch unerfahrenen Spieler", so der Coach. Sein Team war dabei dem Gewinn von drei Punkten ganz nah: Im vierten Satz führten die Frankfurt 20:16. Doch dann spielten die Nerven nicht mit, es kam eine Fehler-Serie, die den Sieg gekostet hat.

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