Niederlagen für das VJF

  18.10.2022
Zu viele Fehler im Aufschlag und in der Annahme sowie sechs vergebene Satzbälle führen zur Niederlage in Ludwigsburg

Diese Niederlage haben sich die jungen Spieler selbst zuzuschreiben. In der 3. Liga Süd verloren die Volleyball Juniors Frankfurt bei den Barock Volleys MTV Ludwigsburg 0:3 (26:28, 25:27, 18:25). Im ersten Durchgang vergaben sie vier Satzbälle, im zweiten zwei. „Insgesamt gesehen war es kein schlechtes Spiel. Zwei Sätze lang haben die Jungs bis kurz vor Schluss ihre normale Leistung abgerufen. Sie fingen jeweils gut an, haben aber dann in den entscheidenden Momenten zu viele Fehler gemacht“, ärgerte sich Trainer Dominic von Känel.

Weil gleichzeitig auch die zweite Mannschaft in der Regionalliga Südwest spielte, reisten die Frankfurter mit nur acht Spielern an. Der Coach ließ Neo Laumann (Zuspiel), Erik Brand (Diagonal), Keanu Reuss und Max König (Mittelblock), Fynn Krämer und Moritz Selle (Außenangriff) sowie Leo Bernsmann (Libero) durchspielen. „Keiner ragte besonders heraus, niemand fiel deutlich ab.“ Als MVP wurde Reuss ernannt, der 64 Prozent seiner Angriffe durchbrachte und mit elf Punkten gemeinsam mit Krämer auch bester Scorer im Team war. „Mit dem Block/Abwehr-Bereich war ich lange Zeit zufrieden“, so von Känel. Weniger mit den verschlagenen 20 Angaben. Auch die Annahme war nicht immer sattelfest. In jedem Satz mussten die Gäste jedes Mal den ersten Angriff nach einer schlechten Annahme aufziehen. „Das Match hätten wir nie und nimmer verlieren dürfen", meinte der Coach. "Diese beiden aufgeführten Schwächen brachen uns das Genick.“ Die Chance zur Wiedergutmachung bekommen die jungen Frankfurter bereits am Mittwoch. Da gastieren sie um 20 Uhr in der Gustav-Heinemann-Schule bei der TG Rüsselsheim. 

Dass die Drittliga- und Regionalligamannschaft der Volleyball Juniors Frankfurt gleichzeitig antreten müssen, traf vor allem die jüngeren Jahrgänge. Denn die Reihen des Regionalligateams wurden durch positive Covid-Befunde vom Diagonalspieler Theo Berger sowie dem Krifteler Navid Schafiyha noch zusätzlich gelichtet. Da Diagonalspieler Jean-Christophe  Filippidis bei der Ersten weilte, musste Trainer Ennio Giordani das Team verstärkt mit Talenten aus dem ebenfalls von ihm trainierten Nachwuchs-Kader des Hessischen Volleyball-Verbandes ergänzen. Es wurde notgedrungen improvisiert. Joshua Krzikalla, der sonst wie auch in der Jugend-Nationalmannschaft zuspielt, übernahm den Posten des Diagonalangreifers. Zumindest im ersten Satz hat er diese ungewohnte Aufgabe gut gemeistert. Für ihn gestellt hat der Wiesbadener Maurice Sanderlos. Er spielte keine schlechten Pässe, doch man merkte schon, dass er mit den Angreifern nicht eingespielt ist. Als weiterer „Externer“ kam ins Team der 16 Jahre junge Jona Porsch aus Freigericht, der als Außenangreifer für seine Verhältnisse recht ordentlich spielte, die Reife für diese Klasse aber verständlicherweise noch nicht hat.   „Dass unter diesen Umständen gegen ein routiniertes Team, wie den Drittliga-Absteiger TV Feldkirchen, nichts zu holen ist, war uns von vornherein klar. Die Annahme war passabel, der Angriff Ok. In allen anderen Bereichen waren wir deutlich unterlegen“, fasste Ennio Giordani nach dem 0:3 (22:25, 16:25, 18:25) zusammen.

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