Sieg gegen Karlsruhe

  27.02.2024
Karlsruhe scheint den jungen Frankfurter Volleyballern zu liegen. 15 Punkte haben die Volleyball Juniors Frankfurt (VJF) in der 3. Liga Süd bisher gesammelt, davon alle sechs erreichbare gegen die Baden Volleys SSC Karlsruhe II. In der badischen Metropole siegten sie sogar trotz einer personellen Schwächung. In der Regionalliga Südwest haben die jüngeren Jahrgänge gegen Eintracht Frankfurt im Frankfuerter Derby nicht den Hauch einer Chance.

3. Liga Süd, Männer: Baden Volleys SSC Karlsruhe II - Volleyball Juniors Frankfurt 1:3 (25:22, 23:25, 25:27, 18:25). - "Eine tolle Teamleistung. Alle haben gut gespielt. Wenn ich jemanden hervorheben müsste, würde ich Erik Brand und Jean-Christophe Filippidis nehmen", schwärmte Tanja Kunstmann, die auf der Bank Dominic von Känel vertrat, der als Bundestrainer bei der Jugend-Nationalmannschaft weilte. Brand bestach durch sehr gute Annahme, einen starken Block und eine verbesserte Angriffsleistung. Filippidis brauchte etwas Anlaufzeit, war dann aber der beste Punktesammler seines Teams. Die Gäste haben insgesamt einen Satz lang Zeit gebraucht, um sich auf den Gegner, aber auch an die Bedingungen in der niedrigen Halle zu gewöhnen. "Im ersten Satz sind einige Abwehrbälle an der Decke gelandet. Erik Brand musste seine Angaben ändern, denn er konnte den Ball nicht so hoch wie gewohnt anwerfen. Nachdem die Jungs die Karlsruher Angriffe begriffen hatten, funktionierte unser Block sehr sicher, machte es dem Gegner schwer, sich am Netz durchzusetzen", so die Trainerin weiter. Die Frankfurter profitierten von einer sicheren Annahme, im Angriff haben sie ihre bessere Athletik ausgespielt.

Dabei war die Ausgangslage nicht gerade gut: Der Bus gen Karlsruhe konnte erst um 17 Uhr in Frankfurt abfahren, denn vorher spielte die zweite Mannschaft daheim das Derby gegen die Eintracht. Zudem mussten die Frankfurter auf drei Stammspieler verzichten. Der mit einem Doppelspielrecht ausgestattete Maximilian König spielte mit dem Zweitbundesligisten TuS Kriftel in Bühl, Phillip Seils und Joris Backhaus waren mit Dominic von Känel bei der Jugend-Nationalmannschaft. "Ist ja gut gegangen. Die Autobahn war frei, wir waren schon um 18.30 Uhr in Karlsruhe, also eineinhalb Stunden vor dem Spielbeginn. Und weil es so gut lief, mussten Joshua Krzikalla und Eric Petzke, die zuvor drei Sätze durchgespielt hatten, nicht eingewechselt werden. Aber es war wichtig, dass sie da waren, denn so gab es eine Auswechsel-Option, die ich sonst nicht gehabt hätte", betonte Tanja Kunstmann.

Regionalliga Südwest, Männer: Volleyball Juniors Frankfurt II - Eintracht Frankfurt 0:3 (18:25, 18:25, 21:25). - Auch wenn die beiden Kontrahenten vor dem Match nur zwei Tabellenplätze trennten, war der Leistungsunterschied enorm. Das junge Team aus dem Volleyball-Internat war den Adlerträgern deutlich unterlegen. Das einzige Element, in dem die Jugendlichen der Eintracht überlegen waren, war die Annahme, die mit Ausnahme des zweiten Satzes bei den Gastgebern überragend war. Mit einer Erfolgsquote von 74 Prozent (!) in der Annahme sollte ein besseres Resultat Resultat herausspringen. Ein Sonderlob verdiente sich dabei Libero Mykhaylo Kosyak, der mit 23 guten Annahme von 28 auf eine außergewöhnliche Erfolgsquote von 82 Prozent kam. Doch dies konnte die Nachteile im Block, Angriff und Zuspiel nicht kompensieren. Die beiden großgewachsenen Eintracht-Mittelblocker Mario Schaus und Tobias Gülker standen den VJF-Angreifern wie eine Mauer im Wege, beherrschten das Netz eindeutig. Schaus, der mit 16 Zählern erfolgreichster Punktesammler war, gelangen sieben Blockpunkte und neun Punkte bei elf Schmetterversuchen, Gülker punktete sechsmal mit dem Block. Insgesamt versenkten die Adlerträger 59 Prozent ihrer Schmetterbälle, Maxim Evsiukov allein 13 Bälle (67 %). Auf der anderen Seite konnten wirkungsvoll punkten lediglich Joshua Krzikalla (9) und der eingewechselte Paul-Henri Paffhausen (6/Erfolgsquote 60 %). "Joshua war unser bester Spieler, sowohl in der Annahme als auch im Angriff bot er eine ordentliche Leistung. Außerdem war er auch als Leader enorm wichtig", sagte nach dem Match Trainerin Tanja Kunstmann.

 

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