Unser Auftaktmatch
  14.10.2020

Die Mannschaft der Volleyball Jugend Frankfurt (VJF) hat ihr Auftaktmatch in der Zweiten Bundesliga Nord zwar verloren, konnte aber mit der gezeigten Leistung bei der 1:3 (18:25, 25:20, 21:25, 11:25)-Niederlage gegen den VC Bitterfeld-Wolfen zufrieden sein.

Zumindest drei Sätze lang. "In den ersten drei Durchgängen hat mir die Mannschaft gut gefallen. Zumal wir in dieser Formation nie trainiert hatten", sagte hinterher Julia Van den Berghen, die gemeinsam mit Enni Giordani und Julia Osterloh den kranken Headcoach Dominic von Känel auf der Bank vertrat. Gefehlt haben die Außenangreifer Linus Hueger und Ben Bierwisch, wie auch Philipp Lauter, die alle bei den United Volleys im Einsatz waren. Vor allem Bierwisch wurde schmerzlich vermisst. Als Leistungsträger und Führungsspieler. Was der VJF-Kapitän für das Team wert ist, bewies der 18-Jährige zwei Stunden vor dem Zweitliga-Match. Da wurde er im Trikot des deutschen Vizemeisters United Volleys Frankfurt im Supercup-Match gegen den deutschen Champion und Pokalsieger  Berlin Recycling Volleys zum MVP der Partie gewählt. Wahnsinn! 

Seine Position im Team der Volleyball Jugend Frankfurt nahm der aus Dachau gekommene Patrick Rupprecht ein. "Er hat seine Sache super gemacht und das nach nur drei Tagen Training mit der Mannschaft", lobte den Außenangreifer Julia Van den Berghen. 13 seiner 20 Annahmen waren perfekt, lediglich vier misslungen. Er schlug zwei Asse und verwandelte im Angriff 50 Prozent der Bälle, insgesamt kam er auf neun Punkte.  

Zum MVP wurde vom gegnerischen Coach jedoch Mittelblocker Melf Urban gewählt. Mit elf Punkten war er zweitbester Scorer seiner Mannschaft, mit 56 Prozent hatte er die beste Erfolgsquote auf Seiten der Frankfurter. Die meisten Punkte im VJF-Team(12)  gingen aufs Konto des Diagonalspielers Pascal  Eichler, der neun seiner 19 Schmetterbälle auf den gegnerischen Boden brachte. "Wir haben drei Sätze lang super angenommen, alle durch die Bank. Die Abwehr war stark, im Angriff gab es viele gute Aktionen. Auf die Leistung aus den ersten drei Sätzen können wir aufbauen. Den vierten Durchgang vergessen wir am besten schnell", resümierte die Trainerin.  

Den ersten Satz vergeigten die Frankfurter mit zu vielen Aufschlagfehlern, im zweiten setzten sie sich von 11:9 auf 15:9 durch und gaben diesen Vorsprung nie mehr her. Den dritten Satz konnten sie nach einer kurzen Schwächeperiode (12:12 bis 12:17) den Rückstand nicht mehr wettmachen. In allen drei Sätzen waren sie aber absolut gleichwertig. Und das, obwohl der Gegner die zwei überragenden Spieler des Tages in seinen Reihen hatte. Zum einen Zuspieler Martin Krüger, der einst vier Jahre im Frankfurter Volleyball-Internat verbrachte. "Auch wenn es schon fast ein Dutzend Jahre her ist und ich anschließend vier Jahre College-Volleyball in den USA spielte und danach in der Ersten Bundesliga spielte, habe ich die Zeit in Frankfurt nie vergessen. Es ist ein schönes Gefühl, wieder in dieser Halle zu sein", sagte der Steller, der trotz einer einjährigen verletzungsbedingten Pause von seinem Können nichts verlernte und die Bälle sehr variabel und präzise verteilte. "Ich habe es nun einfacher. Wenn die Annahme nicht optimal funktioniert, habe ich immer noch die Option, den Ball einfach hoch zu stellen. Und Max besorgt den Rest. Er überspringt den Block. Und kann die Bälle auch noch platzieren", erklärte er nach dem Spiel. Mit Max meinte Krüger den erst vor drei Wochen aus seiner Heimat gekommenen Kanadier Max Vriend, der allein ein Drittel aller Punkte seiner Mannschaft erzielte!  Am Ende machte er den Unterschied aus. 


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