VJF in Kiel und Moers
  17.11.2020

Das Trainer-Team der Volleyball Juniors Frankfurt ist in der laufenden Zweitliga-Saison wahrlich nicht zu beneiden.

Die Mannschaft konnte noch nie an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden in der gleichen Aufstellung spielen. Meistens steht auf dem Feld eine Formation, die in dieser Zusammenstellung nicht einmal so trainieren konnte. Das beste Beispiel waren die beiden aktuellen Begegnungen. Erstmals dabei war Team-Kapitän Ben Bierwisch, der bisher beim Erstligisten United Volleys Frankfurt sowohl spielte auch als trainiert hatte. Auch neu dabei war der mit einem Zweitstartrecht ausgestattete Jugend-Nationalspieler Patrick Rupprecht vom ASV Dachau. Da in Bayern der Spielbetrieb generell pausiert, wird der Außenangreifer vier Wochen lang in Frankfurt verweilen. "Gut gespielt", lobte Trainer von Känel den 17-Jährigen. 

Den zwei Verstärkungen standen drei Ausfälle gegenüber. Mittelblocker Peer Lindemann erkrankte und wurde deshalb daheim gelassen. Diagonalspieler Pascal Eichler brach sich im Training die Hand, er wird länger ausfallen. Da auch der vor dieser Saison zum Diagonalspieler umfunktionierte Joscha Kunstmann wegen einer Rückenverletzung pausieren musste, begann in Kiel auf der für ihn ungewohnten Position Ben Bierwisch, danach, als er seinen angestammten Platz außen annahm, war es Felix Hemmer. Der 16-jährige Diagonalspieler wareiner von insgesamt fünf eingesetzten Akteuren aus der Regionalmannschaft der Volleyball Juniors.

Die Partie in Kiel kam spontan zustande. Am Donnerstag riefen die Norddeutschen in Frankfurt an, dass ihre vorgesehene Begengung wegen der Coronafälle beim vorgesehenen Gegner ausfällt und sie kurzfristig eine Mannschaft suchen, die an diesem Tag frei wäre. Kurzfristig wurde sowohl die Busfahrt als auch die Übernachtung organisiert. Undf so trat Frankfurt am Samstag in Schleswig-Holstein beim Tabellenzweiten Kieler TV an. Die Hauptursache für die deutliche 0:3 (19:2522:2516:25)-Niederlage war die schwache Annahme. "Kein Wunder. Die Achse hat so nicht einmal gemeinsam trainiert, da konnte der Annahme-Riegel nicht gut funktionieren", nahm Dominic von Känel seine Annahme-Spieler, von denen die beste Leistung noch Libero Veit Dobbertin zeigte,in Schutz. 

Einen Tag später traten die Juniors wie vorgesehen in Moers an. Auch beim Moerser SC war der Hauptgrund für die 0:3 (10:2515:2520:25)-Niederlage die Annahme. Klappte sie nicht, funktionierte auch der Angriff nicht. Sobald der erste Ball aber ordentlich zu Philipp Hornung kam, vermochte dieser seine Angreifer gut in Szene zu setzen. Da konnten sich vor allem die Mittelblocker Melf Urban und Darius Diefenbach hervortun. "Darius hat in Kiel seine Premiere in der Zweiten Bundesliga gefeiert. Da war er noch schrtecklich nevös. Abei in Moers zeigte er eine starke Leistung", lobte den 17-Jährigen sein Coach. Das gleiche gilt übrigens für den noch um ein Jahr jüngeren Libero Leo Bernsmann.

"Angesichts der Tatsache, dass wir nicht in dieser Zusammensetzung trainieren konnten und auf dem Feld sehr viele junge Spieler aus der Regionalligamannschaft standen, konnten wir nicht mehr erwarten", meinte Dominic von Känel. Laut Spielplan sind die Frankfurter am kommenden Wochende spielfrei. Doch der Trainer schließt nicht aus, dass wegen der Corona-Situation wieder ein Rivale anfragt und dann kurzfristig noch ein Match zustande kommt. 


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