Von Känel lobt nach knappen 
Niederlagen

  09.03.2026
VJF-Trainer Dominic von Känel lobt nach knappen 
Niederlagen bei Spitzenteams die Leistungssteigerung:
„Schade, dass die Saison für uns schon vorbei ist!“

„Das waren unsere beiden besten Spiele der gesamten Runde.“ Trainer Dominik von Känel attestierte seinem Team nach dem 1:3 beim Tabellenführer Blue Volleys Gotha sowie dem Punktgewinn für die 2:3-Niederlage beim Tabellendritten VC Dresden gute, druckvolle Angaben und eine starke Block/Abwehr, die für viele gewonnene lange Ballwechsel sorgte. „Am meisten freute es mich aber, dass wir uns endlich im Angriff gefunden haben. Die vom sehr starken Zuspieler Jascha Gräfe variabel eingesetzten Jungs fanden deutlich mehr Lösungen um den Block zu umspielen als in den letzten Wochen und Monaten.“

In Gotha rieben sich nicht wenige Zuschauer in der wieder ausverkauften Ernestiner SH verwundert die Augen als nach dem ersten Satz der Favorit und Tabellenführer mit 0:1 zurücklag. Ein um das andere Mal hatten sich die Blue Volleys um die am Frankfurter Bundesstützpunkt ausgebildeten Diagonalspieler Jean Christophe Filippidis und Ben Bierwisch am starken Block der mit einer Durchschnittsgröße des ersten Sechs von genau 2,00 Metern sehr hoch springenden Gäste die Zähne ausgebissen. Aus einer beweglichen Feldverteidigung um den sehr guten Libero Mykhaylo Kosyak heraus spielten die Frankfurter mutig und selbstbewusst. Nach einem 7:12-Rückstand holten sie Punkt für Punkt auf und gewannen am Ende den Satz verdient mit 25:21. Wer gedacht hatte, die jungen Spieler würden im Spielverlauf abbauen, mehr Fehler machen, wurde eines Besseren belehrt. Bis zum Schluss mussten die Gothaer kämpfen, um nach den mit 25:20, 25:20, 25:21 gewonnenen Sätzen der Favoritenrolle gerecht zu werden. Von Känel: „Wir haben Gotha wie auch einen Tag später Dresden immerhin gezwungen, mit der etatmäßigen Top-Sechs-Mannschaft aufs Spielfeld zu gehen, anstatt Akteuren aus der zweiten Reihe Spielpraxis zu geben.“ Auch Gothas Trainer Robert Werner war vom Auftritt der Frankfurter überrascht und beeindruckt. „So stark hätte ich den Gegner nicht erwartet. Bar jeden Drucks haben die Jungs gezeigt, was sie drauf haben und vor allem dieses hohe Level konstant gehalten. So haben die Zuschauer aber eine spannende Partie gesehen.“

In Dresden setzten die Frankfurter noch einen drauf. Den zweiten Saisonsieg haben sie zwar knapp verpasst, haben im letzten Saisonmatch aber immerhin ihren vierten Punkt erzielt. Laut Spielplan war es ein Heimspiel der Hessen, doch die haben wie schon bei früheren Reisen gen Osten auf ihr Heimrecht verzichtet und in der sächsischen Hauptstadt gespielt. Der Trainer ließ praktisch alle mitgereisten Spieler zumindest bei Kurzeinsätzen mitmischen. Durchgespielt haben neben den beiden überragenden Kosyak als Libero und Gräfe im Zuspiel nur noch Kajus Kleiner auf der Diagonalposition, Kalle Kreuzer in der Mitte sowie Luk Hansen außen. Zumindest in drei Sätzen standen sich unterm Netz zwei Mannschaften auf Augenhöhe. Am Ende setzte sich der Favorit nach mehr als zwei Stunden mit 19:25, 25:21, 25:14, 20:25, 15:6 durch. „Schade, dass die Saison für uns schon vorbei ist, denn wir haben einen großen Schritt nach vorne gemacht“, bedauerte Dominic von Känel, der aber gleichzeitig betonte, dass der Großteil der Mannschaft auch in der kommenden Saison noch im Frankfurter Volleyball-Internat bleibt und sich die Fortschritte dann auch zahlenmäßig bemerkbar machen werden.

Für Levi Rieckhoff, Luk Hansen, Maxim Mandić, Jascha Gräfe und Kajus Kleiner ist die Saison noch nicht beendet. Vom 26. bis 28. März findet in Frankfurt die 2. Qualifikationsrunde für die U18-Europameisterschaft statt. Die vom Bundestrainer Dominic von Känel betreute DVV-Auswahl trifft in der Sporthalle der Carl-von-Weinberg-Schule auf Portugal, Schweden und die Türkei. Die Gruppensieger sowie die vier besten der fünf Gruppenzweiten lösen das Ticket für die EM-Endrunde im Sommer 2026. Die Spiele werden ebenfalls in der Sporthalle der Carl-von-Weinberg Schule ausgetragen. 

 

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