Wertvolle Italien-Reise

  08.10.2026
Der Start in die 2. Bundesliga verläuft zögerlich. Nachdem das Team der VC Juniors Frankfurt am 20. September die Punktspielpremiere absolvierte, geht es nun am Samstag in Essen nach einer dreiwöchigen Pause mit dem zweiten Spiel weiter, ehe eine erneute Pause von zwei Woche den regelmäßigen Punktspielbetrieb einleiten wird.

Das junge Team aus dem Bundesleistungs-Stützpunkt nutzte die Pause zu einem Trip nach Mailand. Nicht wie die meisten Touristen, um sich Sehenswürdigkeiten wie die berühmte Scala oder den Dom anzuschauen. Ihr Ziel war der PalaLido, der Spielort des Mailänder Erstligisten. Dort trugen die Frankfurter Testspiele gegen den italienischen Nachwuchs aus Monza und Piacenza. Erst spielten die Neu-Internatler gegen die jüngeren Jahrgänge des Gegners, dann die älteren Jahrgänge gegeneinander. „Gegen Gleichaltrige spielen meine Jungs gut, weil diese auch mehr Fehler machen. Solche Matches helfen uns, eine Konstanz zu gewinnen, mit der wir auch gegen routinierte Teams bestehen können“, erklärte dazu Trainer Dominic von Känel. 

Gegen Monza verlor der Zweitbundesligist 1:2. Gegen Piacenza wurden an zwei Tagen gespielt. Das erst Match der älteren Jahrgänge ging mit 1:3 verloren, wobei alle Sätze recht ausgeglichen verliefen. Bester Punktesammler (12) war Jacob Bärwinkel, der auch in der Annahme überzeugte. Beachtenswert waren auch die fünf Blockpunkte von Ben Thieltges. Zum Abschluss gelang dann gegen denselben Widersacher ein 3:1-Sieg. „Für mich war wichtig, dass wir die engen Sätze gewannen“, meinte Dominic von Känel auf das 35:33 und 28:26 hinweisend. „Es ist wichtig, dass die Jungs lernen, in solchen entscheidenden Situationen die Nerven zu behalten“, so der Coach weiter. Die meisten Punkte erzielte diesmal Oskar Mühlisch (14/55 % Erfolgsquote im Angriff), Thieltges schaffte wiederum fünf Blockpunkte.  

Höhepunkt der Reise war der Besuch der EM-Endrunde der Männer. Im „Unipol Forum di Assago“ verfolgten die Frankfurter erst das Match um Platz drei (Finnland – Slowenien 3:0), dann das Finale, in dem sich Polen mit einem 3:1-Sieg über Frankreich den Titel holte. „Das war für die Jungs eine coole Erfahrung. Die meisten haben ein solches Match noch nie live besucht“, so Dominic von Känel. „Da konnten sie sehen, wohin sie hinwollen, weshalb einige Teams besser als andere sind. Besonders wurde es beim Aufschlag deutlich. Die richtige Mischung zwischen Risiko und Sicherheit hat den Polen den Triumph gebracht.“

Am Samstag in Essen wartet auf die jungen Frankfurter ein anderes Kaliber als es die gut ausgebildeten, aber auch noch jungen Italiener waren. „Die Einstellung stimmt, die Jungs haben gut trainiert und haben richtig Bock auf das Spiel. Bis auf den immer noch kranken Henri Rahe können die Hessen voraussichtlich in Bestbesetzung antreten.

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