"Wir werden besser als vor einem Jahr sein."
Mit Luk Hansen, Jascha Gräfe und Levi Rieckhoff sowie die beiden Neuzugängen Henri Rahe und Oskar Mühlisch haben bei der U18-Europameisterschaft in Italien fünf Spieler zum starken 7. Platz der deutschen Nationalmannschaft beigetragen. Hansen belegte mit zehn Assen Platz fünf 5 in der Aufschlagwertung und gehörte mit 86 Punkten zu den erfolgreichsten Scorern des Turniers. Rahe zählte zu den besten Mittelblockern und erreichte mit 26 direkten Blockpunkten Platz zwei der Blockrangliste. Mit einer Blockeffizienz von 14,52 % belegte er zudem Rang drei. Jascha Gräfe erreichte mit einer Passeffizienz von 41,58 % Rang sieben unter den besten Zuspielern des Turniers. Verletzungsbedingt verzichten musste Bundestrainer Dominic von Känel auf Maxim Mandic, der sonst auch dabei gewesen wäre.
Am 27. Juli August versammelte von Känel die Mannschaft des VC Juniors Frankfurt am Frankfurter Bundesstützpunkt zum ersten Training. Zumindest einen Teil. Die Nationalspieler bekamen noch eine zusätzliche Woche frei. Und weil noch andere Verpflichtungen einzelner Spieler hinzukamen, trainierte der komplette 17er-Kader gemeinsam erstmals am 24. August. „Erst einmal ging es darum, das Niveau sowie die unterschiedliche Trainingsbelastung anzugleichen. Manche Spieler haben schon sieben Trainingseinheiten in der Woche gehabt, andere wiederum trainierten nur zwei bis dreimal“, so der Headcoach. Im Rahmen der Vorbereitung wurden drei Testspiele absolviert. Ein schon letztes Jahr praktizierte Teil der Vorbereitung ist ein Trip nach Italien. Nach dem ersten Saisonspiel (Sonntag: 15 Uhr in der Wintersporthalle am Stadion gegen den USC Braunschweig) reisen die Frankfurter am 23. September nach Mailand. Dort werden sie zwei Matches austragen und dann das EM-Finale der Männer live anschauen, ehe sie am 27. wieder nach Hause kommen.
Nach der neuen Einteilung werden die Frankfurter statt wie zuletzt in der Südgruppe wie schon früher in der Nordgruppe der 2. Bundesliga spielen. „Sportlich vermag ich die Liga nicht einzuschätzen. Ich schaue auf unsere Mannschaft, die mit Levi Rieckhoff (Bremen) Felix Stähle, und Mischa Kosyak (beide VCO Berlin) sowie dem aus Altersgründen ausgeschiedenen Trio Theo Berger, Philipp Ploke und Tameo Zillner zwar sechs Abgänge verzeichnet hat, aber in der noch neun Spieler sind, die bereits 2. Bundesliga gespielt hatten. Diese sind nun wieder ein Jahr älter, weswegen ich überzeugt bin, dass wir besser als in der vergangenen Runde abschneiden und auch besser spielen werden. Sicher sind die weiten Reisen nachteilig. Es sind aber nicht so viele, weil wir fünf Mal komprimiert an zwei Tagen zwei Auswärtsspiele bestreiten werden. Und da viele von unseren Spielern aus dem Norden kommen, haben es ihre Familienmitglieder leichter, sie live zu sehen“, sagte dazu Dominic von Känel.
Dass mehr Spieler aus dem Norden kommen, hat auch mit der umfassenden Bundesstützpunktstruktur zu tun. Im männlichen Bereich sind die Hauptstützpunkte nur noch Berlin und Frankfurt, wobei in der Bundeshauptstadt hauptsächlich Spieler auf die Aufgaben im U20-Bereich versammelt werden, während ins Frankfurter Internat die jüngeren Jahrgänge einziehen. „So bekommen wir noch mehr Qualität nach Frankfurt. Ab der kommenden Saison werden wir zusätzlich eine Mannschaft in der 3. Liga haben“, berichtet von Känel. Aus diesem Grund wurde mit Mohamed Amin Amara (bisher Jugend Goldstein) neben Tanja Kunstmann bereits ein weiterer Co-Trainer verpflichtet. Mit Calvin Schmid ist auch ein neuer Bundesstützpunktleiter gekommen.
Aus dem Kader nicht immer zur Verfügung stehen werden Kalle Kreuzer, der ein Doppelstartrecht beim Erstligisten Ludwigsburg besitzt, sowie Jascha Gräfe, Luk Hansen, Henri Rahe sowie Arne Skreba, die alle auch am Stützpunkt Berlin im Oberhaus für den VCO auflaufen können. Von den Acht Neuzugängen rechnet der Trainer mit Libero Elia Porsch sowie Mittelblocker Henri Rahe bereits jetzt für die Startformation. Auch Oskar Mühlisch dürfte nicht lange auf seinen ersten Einsatz warten müssen.
Der Kader:
Zuspiel: Jascha Gräfe (Jahrgang 2009), Carl Gudermann (2009), Antal Raphael (2011, kommt vom TSV
Mühldorf).
Außenangriff: Luk Hansen (2009), Arne Skreba (2008), Oskar Mühlisch (2011, LE Leipzig), Maxim Mandic (2009), Conner Huysmans (2011, TuS Kriftel)
Mittelblock: Kalle Kreuzer (2007), Henri Rahe (2009, VCO München), Ben Thieltges (2008), Lennard Dargel (2010, Eintracht Wiesbaden), Nico Schmidt (2010, VC Offenburg)
Diagonal: Jakob Bärwinkel (2010), Mio Pietzonka (2011, Eintracht Wiesbaden), Mick Heinrich (2008).
Libero: Elia Porsch (2011, DJK Freigericht).
