Zweifache Niederlage
Während er nach dem 14:25, 22:25, 16:25 bei den Ceratonia Volleys Eltmann sein Team noch lobte, hatte Dominic von Känel nach dem 15:25, 17:25, 22:25 gegen den Tabellensiebten Baden Volleys SSC Karlsruhe II kaum etwas Positives zu berichten.
Im Frankenland kamen viele Spieler zum Einsatz, die sonst eher auf der Bank Platz nehmen. Für den verletzten Jascha Gräfe stellte Carl Gudermann, diagonal zu ihm startete der erst 15 Lenz zählende Jakob Bärwinkel, in der Annahme wurden die beiden nur um ein Jahr älteren Jugend-Nationalspieler Luk Hansen und Levi Rieckhoff eingesetzt, in der Mitte bekam Tameo Zillner den Vortritt vor dem etatmäßig spielenden Kalle Kreuzer. Das Altersdurchschnitt der Startsechs betrug nur 16,7 Jahre. „Dass wir gegen ein so starkes Team, in dem die früheren Internatler Jason Lieb als Zuspieler sowie Melf Urban im Mittelblock den Ton angaben, nicht mithalten können, war zu erwarten. Aber sobald der Ball gut nach vorne gebracht wurde, konnten wir uns am Netz behaupten. Im zweiten Satz haben wir richtig stark gespielt, haben da mit 19:17 noch vorne gelegen“, so der Trainer. „Dass Carl nicht so gut stellte, wie wir es von Jascha Gräfe gewöhnt sind, ist normal. Er muss erst Erfahrungen auf diesem hohen Level sammeln, wie es auch Jascha in den ersten Saisonspielen tun musste.“
Gegen Karlsruhe kehrten auf den Außenpositionen in die Startsechs Maxim Mandić und Arne Skreba, in der Mitte wechselten sich die beiden Akteure aus dem Eltmann-Match sowie Kalle Kreuzer und Ben Thieltges ab, diagonal durfte Kajus Kleiner durchspielen. „Unsere Leistung war sehr durchwachsen. Irgendwie ging uns allen der letzte Biss abhanden“, sagte selbstkritisch der erneut zuspielende Carl Gudermann. Von Känel fand die Annahme um Maxim Mandic und Libero Mykhaylo Kosyak passabel, die Abwehr ausgesprochen schwach. „Sobald der Ball nicht gut nach vorne kam, taten wir uns am Netz sehr schwer, fanden gegen den gegnerischen Block keine Lösungen. Insgesamt machten wir in allen Elementen zu viele Fehler“, so der Coach, der in dieser Woche als Trainer der Jugend-Nationalmannschaft gemeinsam mit den von ihm nominierten Gräfe, Hansen und Rieckhoff in Italien weilt. Die restlichen Spieler bereiten sich in Frankfurt auf die beiden letzten Punktspiele, die in drei Wochen in Gotha und in Dresden anstehen, vor.
