Lehren ziehen und sonst schnell vergessen: 0:3 gegen Kiel

  18.01.2021
Das war eindeutig ein Rückfall in die alten Zeiten.

Bei der 0:3 (15:2518:2522:25)-Niederlage war das Team der Volleyball Juniors Frankfurt dem Tabellendritten Kieler TV in jeder Hinsicht unterlegen. Es klappte so gut wie nichts. Die Annahme war schwach, das Zuspiel nicht präzise genug, der Angriff nicht schlagkräftig, die Angaben zu oft fehlerhaft, die Abwehr und der Block kein wirkliches Hindernis für den Punktegewinn der Norddeutschen.  "Das einzige, was einigermaßen funktionierte, war das Zuspiel und der Angriff nach einer gelungenen Annahme. Dann konnten unser an diesem Tage bester Spieler Linus Hüger und Kapitän Melf Urban am Netz punkten", meinte Co-Trainerin Julia van den Berghen. Hüger war mit 14 Punkten (davon vier Asse) der beste Scorer im VJF-Team. Außerdem wurde er vom gegnerischen Trainer Matthes Behlen auch zum MVP gewählt. Und das, obwohl er am Vortag in der 1. Bundesliga für die United Volleys Frankfurt in Herrsching am Ammersee spielte und deshalb erst am Spieltag um 4 Uhr ins Bett kam. 

Trainer Dominic von Känel achtet aktuell darauf, dass möglichst alle Spieler Einsatz bekommen, die jüngeren Akteure aus der pausierenden Regionalligamannschaft ebenfalls Spielpraxis erhalten. Diesmal wurden insgesamt zwölf Spieler eingesetzt. Durchgespielt haben lediglich die beiden Mittelblocker Melf Urban und Peer Lindemann sowie Außenangreifer Linus Hüger. In der Startformation begann Kjell Molzen außen, wechselte dann aber für Felix Hemmer auf die Diagonalposition. Kjells ursprüngliche Position nahm zunächst Lars Stenchly ein, später dann Patrick Rupprecht, kurz durfte auch Moritz Selle ran. Als Steller wurde David Gallas bereits im ersten Satz beim Stand von 9:19 für Philipp Hornung eingewechselt und spielte dann bis auf einen kurzen Doppelwechsel zwischendurch auch bis zum Schluss. Von den beiden eingesetzten Liberos bekam diesmal mehr Spielzeit Leo Bernsmann. 

Doch egal, wie die Aufstellung aussah, es funktionierte nicht. Kiel konnte aus einer sicheren Abwehr immer wieder entweder durch die Mitte oder von der Position zwei longline (da vor allem der überragende Lasse Wittmüss) ungehindert punkten. Da auch die Blocksicherung der Frankfurter im Gegensatz zum Vortag nicht funktionierte, fielen auch viele Bälle kurz hinterm Netz auf den Boden. Ein Aufbäumen gab es lediglich im dritten Satz, in dem die Gastgeber bis 21:20 stets knapp vorne lagen. Doch auch das reichte nicht zum Satzgewinn.