Neu im VIF: Ben Bierwisch
  13.11.2017

Zur Saison 2017/18 haben gleich acht junge Spieler den Schritt an den Bundesstützpunkt Frankfurt gewagt. Wir stellen die „Neuen“ in unregelmäßigen Abständen vor – den Anfang macht Ben Bierwisch.

Wie alle deutschen Jungs hat auch Ben zunächst Fußball gespielt, zudem war er in der Leichtathletik aktiv und betrieb dort Hochsprung (1,55 Meter Bestleistung) und die Wurfdisziplinen (ca. 60 Meter Schlagball). Ob es die ideale Kombination dieser Leichtathletik-Disziplinen für den Volleyballsport war oder doch die Überredungskünste von Papa Jörn, einem Volleyballer in der Thüringen-Liga, ist nicht ganz klar. Auf jeden Fall entschloss sich der heute 15-Jährige zum Gang zum Volleyball. Dort machte Ben in kurzer Zeit rasante Fortschritte, die ihn über seinen Heimatverein Nordhausen in die Thüringen-Auswahl und mit 13 Jahren auf das Sportgymnasium nach Erfurt brachten.

Zukunftsziel: Profi und Nationalmannschaft

Seit August diesen Jahres ist er beim Volleyball-Internat Frankfurt gelandet („Das Umfeld von Frankfurt hat mich eher angesprochen als in Berlin“) und hat deutlich weniger Heimweh als seinerzeit in Erfurt: „Die Älteren haben uns Neue sehr schnell und gut integriert“, so Ben über die neuen Mitspieler und die Anfänge in der neuen großen Stadt. Wie Eltern nun einmal so sind, machen diese sich Sorgen und haben Ängste, so auch bei dem aktuell drittjüngsten Internatler: „Mein Vater hat gesagt, ich soll es machen, meine Mutter hat immer etwas geklammert, mir aber nicht im Weg gestanden, sondern mich voll unterstützt.“

Schließlich will Ben hoch hinaus: „Ich möchte Profi werden und im Idealfall in der A-Nationalmannschaft spielen!“ Dahin ist es natürlich noch ein weiter Weg, deswegen formuliert Ben zunächst auch naheliegendere Ziele für seine Frankfurter Zeit: „Als erstes möchte ich einen guten Schulabschluss (aktuell 10. Klasse), sportlich gut auf die Zukunft vorbereitet werden und Einsätze für die Jugend-Nationalmannschaft bekommen.“ Dies sollte kein Problem werden, wenn er seinem Idol Earvin Ngapeth, dem französischen Weltstar, nacheifert: „Ich mag seine freche Spielweise, es macht Spaß ihm zuzugucken.“ Nach eigener Einschätzung muss der gute Angreifer an seiner Annahme arbeiten und mutiger und frecher spielen. Die Praxis holt er sich zur Zeit noch mit einem Doppelspielrecht in Nordhausen (Regionalliga) und beim VIF (2. Bundesliga), wenn er samstags in Thüringen am Netz steht und einen Tag später für sein neues Team angreift.

Bierwisch kann es in der Halle und im Sand

Trainer Matus Kalny (Ben: „Matus ist ein strenger Trainer, das hält die Anspannung im Training hoch und finde ich gut!“) sagt zu seinem neuen Schützling: „Ben ist ein Spieler mit viel Ballgefühl. Er gehört zu unseren jüngsten Spielern, die erst 2002 geboren wurden, ist D/C-Kader Spieler und auch kombinierter Athlet.“ D.h. Bierwisch glänzt nicht nur auf dem Hallenparkett, sondern auch im Sand. So belegte er bei der diesjährigen Schul-WM auf Tahiti (!) mit Partner Nikita Litzbarski den 6. Platz.

Ben Bierwisch
Geburtsdatum: 20.05.2002
Größe: 1,97m
Heimatverein: SVC Nordhausen
Hobbies: Freunde treffen, zocken
Position: Außenangreifer