VIF ohne Satzgewinn
  19.02.2018

Wie befürchtet, blieb das Volleyball-Internat Frankfurt bei den beiden Spitzenteams Schwaig und Eltmann ohne Satzgewinn. "Wir hatten auch gute Szenen, doch das war zu wenig", bemängelte Trainer Matus Kalny.

Zunächst verlor sein Team beim Tabellenführer SV Schwaig in 62 Minuten 21:25, 15:25, 21:25. Der mit vielen ausländischen Assen angetretene Gegner war in allen Belangen überlegen, stellte mit dem kroatischen Außenangreifer den besten Punktesammler (17), mit dem polnischen Mittelblocker Mariusz Wacek den effizientesten Angreifer (9 von 10/90 Prozent) und mit dem rumänischen Zuspieler Laurentiu Vinatoru den MVP des Matches. Der einzige, der auf Seiten der Internatler mithalten konnte, war Eric Nierderlücke (13 Punkte/71 Prozent Erfolgsquote im Angriff und starke Annahme/59 Prozent n Position, 41 Prozent überragend). Teamkapitän  Robert Werner kam hingegen überhaupt nicht durch (5 von 24/21 Prozent).  Die Partie war nur im ersten Satz bis 17:16 ausgeglichen, danach dominierten die Gastgeber eindeutig.

Nur sieben Minuten länger blieben die Frankfurter in Eltmann auf dem Platz. Dann stand die 15:25, 20:25, 20:25-Niederlage fest. Der Gegner suchte sich den für den erkrankten Ivan Batanov als Libero eingesetzten Ben Stoverink als Annahmespieler aus. 52 der 65 Aufschläge gingen auf den Libero, der sich seiner Aufgabe in 56 Prozent der Fälle gut, bei jedem dritten Ball hervorragend entledigte.  Aus der guten Annahme setzte Hannes Krochmann fast immer die Außenangreifer Robert Werner und Eric Niederlücke ein. Doch während sich der Kapitän (13 Punkte) der Aufgabe gewachsen zeigte (50 Prozent Erfolgsquote), kam Niederlücke diesmal nur selten durch. Fünfmal blieb er im Block hängen, sechsmal verschlug er, nur 31 Prozent seiner Schmetterschläge führten zu Punkten. Bei Eltmann lief alles über Mircea Peta. Der rumänische Diagonalspieler wurde 29 Mal eingesetzt, war mit 15 Punkten (52 Prozent Erfolgsquote) bester Scorer der Begegnung.  MVP beim VIF war Hannes Krochmann, der besonders nach schwacher Annahme noch einen gescheiten Pass schlagen konnte. 47 Prozent der Angriffe nach schlechter Annahme führten noch zu Punkten, ein guter Wert, der leider zu wenig war, um mindestens einen Satz zu erringen.

Nun hat Trainer Kalny Zeit, sein Team auf das nächste Match vorzubereiten. Am 1. März geht's nach der kürzesten Anfahrt der Saison  in die Rüsselsheimer Großsporthalle zu der TGR II. "Die Voraussetzungen sind nicht gut. Unsere älteren Spieler bereiten sich weiterhin intensiv auf ihr Abitur vor. Dass sie nur zwei bis dreimal wöchentlich mit dem Ball trainieren, machte sich im Spiel deutlich bemerkbar. Und daran wird sich auch in der nächsten Zeit nichts ändern", weiß der Coach um die sportliche Konsequenz der schulischen Beanspruchung, die aktuell natürlich den Vorrang genießt.